Konzepte

Die eingehend diskutierten Untersuchungsergebnisse werden noch einmal in einem Bericht zusammengefasst, der auch die Therapievorschläge begründet.

Sie richten sich nach der individuellen Erkrankungsvielfalt und wägen ab, ob z.B. Homöopathie, Naturheilkunde, Phytotherapie, Schulmedizin, physikalische Therapie oder psychotherapeutische Hilfen angemessen sind.

Im Einzelnen bieten wir folgende Behandlungsmethoden an:

Behandlung

Akupunktur mehr lesen schließen

Die Akupunktur ist Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin und umfasst die Verfahren Stechen von Nadeln in die Akupunkturpunkte, Erwärmen dieser Punkte (Moxibustion) und ihre Massage (Akupressur).

Sie haben sicherlich schon das obige Symbol, verbunden mit den Begriffen des Yin und Yang gesehen, die beide die grundlegende Lehre der ursprünglichen chinesischen Medizin darstellen. Yin und Yang sind harmonisch fließende Kräfte, genannt Qi, im Lebenszyklus. An ihre gegenseitige Verbindung erinnern die beiden Punkte in dem Symbol. Sie stellen also keine statischen Gegensätze dar. Solange Yin und Yang zufrieden leben, schwingen sowohl die körperlichen, als auch seelischen Funktionen und Regulationen in Harmonie, wie das Ein- und Ausatmen.

Ein Ungleichgewicht zwischen Yin und Yang äußert sich in einem Überwiegen von Yin oder Yang oder in deren Schwächen. Therapieziel ist also die Herstellung der Gleichgewichte.

Die Lebensenergie Qi fließt in Kanälen, den Meridianen. Es gibt zwölf Hauptmeridiane, jeder ist einem Organsystem zugeordnet. Die Akupunkturpunkte, es gibt etwa 400 Punkte, liegen auf diesen Meridianen.

Es ließ sich wissenschaftlich nachweisen, dass an den Punkten Häufungen von Venen, Arterien, Lymphen und Nerven existieren, die mit den einzelnen Organbereichen in Verbindung stehen. Dies unterlegen zahlreiche klinische Studien. Der Stich einer Nadel in diese Punkte verändert das elektrische Potenzial und regt den harmonischen Fluss der Lebensenergie Qi an.

Einige der dabei wirkenden Mechanismen sind:

  • Die Bildung von Neurotransmittern und körpereigenen morphinartigen Stoffen, wie Endorphinen, die psychisch entspannend und schmerzreduzierend wirken.
  • Durch die Reflexwirkung von der Haut aus, werden die erkrankten Organe beeinflusst, entweder stimuliert oder blockiert.es Freisetzung von Wachstumshormonen hilft der allgemeinen Regeneration, wie z. B. bei rheumatischen Schäden und in schlechten Heilungsverläufen.
  • Die Anwendung der Akupunktur setzt nicht nur Erfahrung voraus, sondern eine solide Diagnostik. Z. B. müssen die organischen Ursachen von Schmerzen sicher abgeklärt werden. Es wäre fatal, Bauchschmerzen zu behandeln, wenn sie durch eine Blinddarmentzündung verursacht sind.

Eigenbluttherapie mehr lesen schließen

Diese - jahrtausendealte - Therapie gehört zu den Reiztherapien, die die Immunabwehr stimulieren kann und viele Jahre in der Medizin einen festen Behandlungsplatz hatte, bis sie von den Kortisonen zurückgedrängt wurde.

Die Wirkweise ließe sich so erklären. Außer den Zellen für die allgemeine, „tägliche“, Stoffwechselversorgung enthält das Blut besondere Bestandteile, die Informationen über abgelaufene Organerkrankungen, Infektionen, Giftbelastungen und gefährdende Stoffwechselprodukte speichern.

Eine vorherrschende Auffassung zur Eigenbluttherapie ist, dass in dem entnommenen Blut verstärkt Reaktionen stattfinden, die frühere und akute Erkrankungen imitieren und bei der Reinjizierung Gegenreaktionen, wie die Aktivierung von Selbstheilungskräften, provozieren. Hierdurch wäre erklärbar, dass Linderungen von Allergien, Heuschnupfen, Asthma, Viruserkrankungen, Rheuma und Besserungen der Durchblutung und des Immunsystems beobachtet werden.

Je nach Ausprägung der Beschwerden kann das unveränderte oder aufbereitete (Z. B. durch Ozon) Blut zurückgeführt werden. Die Menge und Häufigkeit werden von den Untersuchungsergebnissen bestimmt.

Welche Form zur Anwendung kommt, ist erkrankungsabhängig.

Infusionstherapie mehr lesen schließen

Infusionstherapien wirken so, dass die Medikamente direkt in eine Vene eingebracht werden. Dieses Verfahren wird nicht nur bei schweren Erkrankungen angewandt, sondern auch bei Patienten, die altersbedingt in einem reduzierten Zustand sind, oder Aufnahmestörungen für wichtige Medikamente im Magen-Darm-Bereich haben. Der Vorteil ist, dass die Medikamente in einer ausreichenden Konzentration direkt zu dem Zielorgan gelangen können. Insbesondere im Bereich der Hirn-Durchblutungsstörungen lassen sich Belebungen beobachten. Um den Sinn und das Maß der Infusionen abwägen zu können, werden vorher Untersuchungen der Herz-Kreislauf- und Durchblutungsfunktionen durchgeführt.

Siehe auch das Kapitel zu Altershemmung.

Immuntherapie mehr lesen schließen

Grundlage einer solchen Therapie ist die Analyse des Immunsystems durch eine einfache Blutuntersuchung. Sie gibt Hinweise auf den Beginn, die Ausprägung und den Verlauf von Erkrankungen wie durch Krebs, Infektionen oder Schädigungen durch Umweltgifte. An dem Verhalten der Immunzellen lässt sich der therapeutische Effekt abwägen.

Die Wahl der Immuntherapeutika setzt eine kritische Untersuchung voraus. So lassen sich z.B. bei Krebspatienten nur unter besonders geprüften Voraussetzungen Mistel- oder Thymuspräparate verantworten. Die Risikodiagnostik dazu wird hier durchgeführt.

Neuraltherapie mehr lesen schließen

Im Gegensatz zu der ähnlich wirkenden Akupunktur ist die Neuraltherapie ein modernes Regulationsverfahren und beeinflusst alle Regelkreise des Organismus, nerval, muskulär, hormonell, lymphatisch und zirkulativ.

Ähnlich der Akupunktur nutzt die Neuraltherapie die reflektorische Verbindung zwischen bestimmten Hautarealen und Organen. Die einfachste Technik der Neuraltherapie ist die Quaddelung. Z. B. wird über schmerzende Sehnen oder Muskeln ein Lokalanaesthetikum oder auch ein homöopathisches Medikament injiziert, so dass es das Schmerzgebiet infiltrieren kann. Es kommt hierdurch zu einer Durchblutungsbesserung und damit zu einer Vitalisierung im Sinne einer Selbstheilung.

Die Neuraltherapie eignet sich sowohl bei akuten, als auch bei chronischen Erkrankungen wie Kopfschmerzen, Gelenkerkrankungen, Hautleiden, Asthma und Magen- Darmbeschwerden.

Ob dieses Verfahren bei Ihnen in Frage kommt, kann nur nach speziellen Untersuchungen beantwortet werden.

Extrakorporale Stosswelle (ESWT) mehr lesen schließen

In der Stoßwellenbehandlung kann hier auf etwa zwanzig Jahre Erfahrung zurückgegriffen werden. Dazu stehen Geräte mit radialen (Swiss Dolorclast) und fokussierten Techniken (Dornier Aries) zur Verfügung.

Damit werden Schallwellen hoher Energie erzeugt, die unter individuellen Einstellungen gezielt auf das zu behandelnde Gebiet übertragen werden. Der Patient fühlt die Impulse und leitet sie zum Zentrum des Schmerzes. Verletzungen der Haut wurden bisher nicht beobachtet. Operationen, Narkosen und Krankenhausaufenthalte können vermieden werden.

Hauptanwendungsgebiete sind die Kalkschulter, Tennis- und Golferellenbogen, Fersensporn, Achillessehnenbeschwerden, Schmerzen im Bereich des Hüftknochens, chronische Knieschmerzen, rheumatische Schmerzen und Schleimbeutelentzündungen.

Natürlich ist auch hier eine bildgebende Darstellung Voraussetzung, um die Indikation für die Behandlung zu rechtfertigen. In der Regel reicht eine spezielle Ultraschall-Sonografie oder die Infrarot-Analytik.

Sauerstofftherapie mehr lesen schließen

Mit zunehmendem Alter sinkt die Sauerstoffkonzentration im Blut um ca. ein Drittel. Das bedeutet schlechtere Durchblutung der Organe und damit eine geringere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, höhere Infektanfälligkeit u. a.

Die Behandlung vollzieht sich in mehreren Schritten. Nach der Verabreichung einer bestimmten Vitalstoffmischung inhaliert der Patient eine erhöhte Sauerstoffmischung. Abschließend erfolgt zur Verbesserung des Sauerstofftransports durch den Körper eine kurze körperliche Betätigung.

Mit der Sauerstofftherapie können dementsprechend Kreislaufstörungen und Dauerschwindel, Reduzierung von Durchblutungsstörungen, Verzögerung der Gefäßverkalkung, Bekämpfung von Hörsturz und Tinnitus, Milderung der Schäden bei Strahlentherapie behandelt werden.

Ob die Sauerstofftherapie indiziert ist, lässt sich an den vor und nach der Therapie bestimmten Blutgasanalysen erkennen.

Hypnose mehr lesen schließen

Sie können bei mir auf eine mehr als zwanzigjährige Erfahrung in der therapeutischen Hypnose zurückgreifen. Unterliegen Sie allerdings nicht dem Irrglauben, dass Sie sich dazu fremdem Willen unterwerfen müssen. Vielmehr lernen Sie die Hypnose freiwillig als eigene Strategie und werden über deren Einfachheit überrascht sein.

Das alltägliche Leben verlangt einen Wachzustand, der vielfältige Konzentrationen auf äußerliche und innerliche Reize, Denk-, sowie psychische und körperliche Verhaltensanpassungen, eben das Bewusstsein, abverlangt. Das führt je nach Belastungsart zu einer Ermüdung und Auszehrung, deren Ursächlichkeiten schließlich nicht trennbar sind und die in Beschwerden und Krankheiten münden können.

Eine Möglichkeit, dieser fremdbestimmten Dominanz zu entgehen oder ihr ein Gleichgewicht entgegen zu setzen, ist das Training des Unterbewusstseins. Um dieses zu öffnen, verlässt man das Bewusstsein durch die Trance oder Hypnose. Ähnlich, wie Sie im Bodybuildings einzelne Muskelgruppen aktivieren, lernen Sie in der Hypnose, sich in dem Raum der Hypnose auf einzelne Ihrer vielen Fähigkeiten zu konzentrieren, sie wahrzunehmen, mit ihnen zu spielen, zu arbeiten und damit ein Verfahren zu entwickeln, das die aus dem Bewusstsein stammenden Anspannungen und Erschöpfung ausgleichen.

Entsprechend vielfältig können die Therapieansätze sein:

  • Steigerung des Selbstbewusstseins und der seelischen Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationssteigerung , schneller und nachhaltiger Lernen
  • Körperliche Leistungssteigerung, auch im Leistungssport, Reaktionssteigerung
  • Gewichtsreduktion
  • Schmerzreduzierung
  • Minderung von Suchtproblemen (Rauchen, Trinken)
  • Aktivierung von Selbstheilungskräften, Besserung der Immunabwehr,
  • Behandlung von Darmerkrankungen, Asthma, Allergien, Tinnitus, Schwindel
  • Verringerung von Angststörungen
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrome (ADS/ADHS)
  • Posttraumatische Störungen

Die Hypnose ist kein Allheilmittel. Ob sie überhaupt eine Therapieoption ist, muss sorgfältig untersucht und so besprochen werden, dass sich der Patient in den Inhalten akzeptiert. Ziel ist es, durch die Entspannungen die Energie Qi wieder harmonisch fließen zu lassen, wenn Sie Erklärungen aus der traditionellen chinesischen Medizin zulassen, oder - nach schulmedizinischen Kriterien - den pH-Wert und die elektrische Körperspannung zu neutralisieren.

Raucherentwöhnung mehr lesen schließen

Die Raucherentwöhnung kann durch die Verfahren der Akupunktur, der Hypnose oder der Laser-Vitalfeldtherapie erfolgen. Deren Erfolge hängen von den individuellen Besonderheiten ab.

Die Laser-Vitalfeldtherapie unterstützt bei der Entwöhnung von Nikotin. Der Körper kann angeregt werden, Giftstoffe zu entsorgen, Blockaden zu lösen, so dass Entzugserscheinung deutlich gemindert werden können.

Insgesamt liegt die Erfolgquote der Raucherentwöhnung in der Praxis bei etwa 85 %.

Siehe auch das Kapitel zu Krebsfrüherkennung.

Chemotherapie mehr lesen schließen

Unter dem Begriff der Chemotherapie werden die medikamentösen Therapien von Krebserkrankungen (Zytostatika) und die Medikamente gegen Infektionen (Antibiotika, Virustatika, Antimykotika u. a.) zusammengefasst.

Hier soll nicht auf die einzelnen biochemischen Besonderheiten der Zytostatika eingegangen, sondern die Erfahrung aus 23 Jahren in der Chemotherapie kurz erläutert werden. Ein erheblicher Teil meiner Krebspatienten nahm und nimmt die Behandlung bei mir erst in vorangeschrittenen Stadien auf, so dass die Wirksamkeit der zuvor eingesetzten Krebstherapeutika aus der Rückschau beurteilt werden kann.

Aus dieser Sichtweise, den klinischen Studien und den internationalen Krebsregistern lässt sich grundsätzlich sagen, dass Krebs ab einem bestimmten Aggressionsstand nicht heilbar ist. Es ist fragwürdig, in solchen Phasen hochdosierte Chemotherapeutika einzusetzen. Sie suggerieren manchmal für eine kurze Zeit Besserungen, um dann die Organfunktionen aufzulösen. Ziel der Praxis ist es deshalb, Tumorerkrankungen so früh wie möglich zu diagnostizieren.

Die Wahl der Chemotherapie richtet sich nicht nach Schemata, sondern nach der individuellen organischen und seelischen Belastbarkeit. Brauchbare Hinweise dazu erhält man z. B. aus der Entwicklung der immunologischen und organischen Labordaten. Um verbleibende diagnostische Lücken zu schließen, stehen umfangreiche, sich gegenseitig ergänzende Analysegeräte zur Verfügung.

Es ist plausibel und insbesondere Erfahrung, dass die Menge der Chemotherapie nicht bloß nach der Oberfläche des Patienten in qm festgelegt werden kann. Sie sollte von dem allgemeinen Kräfte- und Leistungszustand des Erkrankten bestimmt werden. Es gibt viele Patienten, die im Früh- und Mittelstadium der Erkrankung mit erheblich reduzierter Menge an Chemotherapeutika behandelt wurden und jetzt noch, zwanzig Jahre nach Behandlungsbeginn leben, ohne dass ein Organversagen erkennbar geworden wäre.

Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, dass gleichzeitig ganzheitliche (komplementäre) Konzepte z. B. mit Immuntherapeutika, Mistel-, Thymuspräparaten u. a. angewendet worden waren.

Auch die Wirkstoffe in der Komplementärmedizin richten sich nach der individuellen Situation, der Tumorausbreitung, Aggressivität und den organischen Empfindlichkeiten.

Ein Nachteil der schulmedizinischen Chemotherapie besteht darin, dass in der Regel sämtliche Zyklen durchgeführt werden, bevor nach etwa sechs Monaten eine Kontrolle erfolgt. War in dieser Zeit die Wirkung unbefriedigend, konnte sich der Tumor ausbreiten.

In meiner Praxis erfolgen deshalb kurzfristige Kontrollen. Zeigt sich kein oder ein ungenügendes Ansprechen, wird das Schema geändert.



Lassen Sie sich persönlich beraten. Aus dem von Ihnen ausgefüllten Fragebogen können wir schon vorab ein individuell angepasstes Untersuchungsprogramm zur Gesundheitsvorsorge für Sie zusammenstellen. Download Anamnese Bogen und Abrechnungshinweise